Unbekannte Fakten Skisprung: Was Fans noch nicht wissen

Pierre Heinrich Racing Director fluege.de-SkiDie Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi stehen unmittelbar bevor. Viele Millionen Sportbegeisterte werden wieder vor den TV-Geräten sitzen und mit Spannung die Entscheidungen im Skispringen verfolgen. Am 9. und 11. Februar werden im „RusSki Gorki Ski Jumping Center“, welches laut New York Times für etwa 265 Millionen Dollar aus dem Boden gestampft wurde, die ersten Medaillen von der Normalschanze vergeben. Am 15. und 17. Februar folgen die Springen von der Großschanze. Der Redaktionsdienst von fluege.de (2,42 Mio. Nutzer im Monat)* hat die anstehenden Wettbewerbe zum Anlass genommen und unbekannte Fakten über das Skispringen zusammengetragen. Der Skisprungexperte Dieter Thoma und der fluege.de Skijump Race Manager Pierre Heinrich standen dabei Rede und Antwort.

1. Die unbekannten Top-Facts des Skispringens

Sieben Mal dabei: Für Noriaki Kasai ist Sotschi seine siebte Olympiateilnahme als Skispringer. Der 41-jähringe Japaner bestritt 1992 in Alberville (Frankreich) seine erste Olympiade. In diesem Jahr waren Springer wie der Vierschanzentournee-Gewinner Thomas Diethart oder der Erste im Sommer Grand-Prix, Andreas Wellinger, noch gar nicht auf der Welt.

Mit 15 dabei: Für die fluege.de-Skispringerin Gianina Ernst sind es die ersten Spiele. Mit ihren 15 Jahren ist sie gleichzeitig die jüngste Olympiastarterin in Sotschi.

700 Sprünge: Jeder Skispringer im Weltcup absolviert pro Jahr etwa 700 Sprünge, teilweise sogar bis über 800 (inkl. Trainingssprünge, Tests, Qualifikationen und Finaldurchgänge). Durchschnittliche Weite: rund 120 Meter.

84 Kilometer: Die Sportler legen bis zu 84 Kilometer pro Jahr in der Luft zurück. Zum Vergleich: Damit könnten die Athleten München dreimal von Ost nach West überspringen, auch der Ärmelkanal zwischen Großbritannien und Frankreich wäre für sie hin und zurück kein Problem.

246,5 Meter: Der weiteste Skisprung erreichte diese Distanz. Der Rekord wurde vom Norweger Johan Remen Evensen auf der Skiflugschanze in Vikersund (Norwegen) aufgestellt. Mit dieser Weite könnte man auch zwei Fußballfelder der FIFA-Norm (105 Meter) der Länge nach überfliegen.

225 Meter: Die Schanze in Vikersund ist auch die höchste der Welt. Sie misst 225 Meter. Das Bauwerk ist damit höher als das Taj Mahal (171 Meter) in Indien oder das berühmte Hotel Marina Bay Sands (191 Meter) in Singapur.

105 km/h: Skispringer beschleunigen auf bis zu 105 km/h in 4 Sekunden. Skiflugschanzen wie Vikersund oder Planica (Slowenien) sind dafür bekannt. Ein aktueller Golf GTI benötigt für das Erreichen von 100 km/h rund 6,5 Sekunden. Ein BMW M3 braucht auch noch satte 4,6 Sekunden. Bei der Landung sind die Athleten stellenweise bis zu 140km/h schnell und nähern sich aus bis zu acht Metern dem Erdboden.

2. Weitere unbekannte Hintergrund-Informationen

Wer schnell ist, muss aber auch mit möglichen Konsequenzen rechnen. So lastet bei den Landungen zum Teil das Vierfache Körpergewicht auf den Athleten. Verletzungen sind dabei vorprogrammiert. Besonders häufig sind Kreuzbandrisse oder Schlüsselbeinbrüche.

Ski-Experte Dieter ThomaDurchschnittlich „verbrauchen“ die Athleten dennoch nur acht bis zehn Paar Ski im Jahr. „Zu meiner aktiven Zeit musste ich mit vier bis sechs Paar auskommen“, so Skilegende Dieter Thoma.

Richtig arbeitsintensiv: „Für die Anfertigung eines neuen Skis benötigen wir eine Woche. Einen Gebrochenen bekommen wir in zwei Tagen wieder hin“, so fluege.de Skijump Race Manager Pierre Heinrich. Zum Vergleich: Der Bau eines Durchschnitts-PKWs dauert rund 24 bis 36 Stunden.

Späte Emanzipation: In Sotschi gehen am 11. Februar erstmals Frauen auf olympische Weitenjagd – 90 Jahre nach den ersten Olympischen Spielen in Chamonix (Frankreich). Im Fußball benötigten die Frauen „nur“ etwa 80 Jahre, nachdem 1930 die erste Fußball-WM in Uruguay stattfand.

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